Auf der Albula-/Berninabahn unterwegs
Der Bernina Express zählt zu den eindrucksvollsten Panoramazügen Europas. Auf seinem Weg von Chur nach Tirano überquert er die Alpen auf einer der steilsten Adhäsionsbahnen der Welt – ganz ohne Zahnräder, aber mit spektakulären Ausblicken.
Die Reise beginnt in Chur und führt über das 65 Meter hohe Landwasserviadukt und durch die Kehrtunnel des Albulatals ins Engadin. Weiter geht es durch hochalpine Landschaften zum Ospizio Bernina auf 2253 m ü. M. – dem höchsten Punkt der Strecke. Talwärts geht es danach durch das sonnenverwöhnte Puschlav bis ins italienische Tirano. Ein Höhepunkt kurz vor dem Endziel ist der weltberühmte Kreisviadukt von Brusio – das Wahrzeichen der Berninabahn.
Insgesamt fährt der Zug durch 55 Tunnel und über 196 Brücken und verbindet so den Norden mit dem Süden Europas.
Erfahren Sie mehr über die Ortschaften entlang der Strecke

Chur gilt als die älteste Stadt der Schweiz – erste Siedlungsspuren reichen über 5000 Jahre zurück. Geschichte und Gegenwart gehen hier eine spannende Verbindung ein: In der autofreien Altstadt entdecken Sie mittelalterliche Gassen, Zunft- und Bürgerhäuser aus dem 16. bis 18. Jahrhundert sowie das Rathaus mit gotischer Balkendecke. Nicht zu übersehen: das Obertor von 1538, das Wahrzeichen der Stadt.
Kulturinteressierte erwartet eine vielfältige Museumslandschaft, darunter das Rätische Museum, das Naturmuseum, das Kunstmuseum Graubünden und das Domschatzmuseum – für Übernachtungsgäste mit Zugprofi sogar kostenlos zugänglich.
Als Knotenpunkt internationaler Bahnverbindungen ist Chur bequem erreichbar. Die Stadt ist zugleich Ausgangspunkt der Rhätischen Bahn und damit des UNESCO-Welterbes Albula/Bernina. Von hier führen Bahn- und Postautolinien in bekannte Kurorte wie Arosa, Davos, Klosters und Flims-Laax.
Unser Tipp: Gönnen Sie sich vor der Fahrt mit dem Bernina Express eine Übernachtung in Chur – bei vielen Zugprofi-Angeboten bereits inbegriffen.

Nur wenige Kilometer von Chur entfernt liegt Reichenau-Tamins, malerisch am Zusammenfluss von Vorder- und Hinterrhein gelegen. Auf Ihrer Fahrt mit dem Bernina Express werden Sie dem Fluss noch mehrmals begegnen.
Der Bahnhof Reichenau-Tamins ist ein wichtiger Knotenpunkt im Streckennetz der Rhätischen Bahn: Hier verzweigen sich die Linien ins Engadin und Richtung Oberland. Eine Strecke, die auch vom Glacier Express passiert wird, führt durch die spektakuläre Rheinschlucht und über Andermatt weiter ins Wallis.
Zu den Sehenswürdigkeiten vor Ort zählt das barocke Schloss Reichenau aus dem 17. Jahrhundert mit seinem gepflegten Garten. Das Schloss ist nicht nur architektonisch reizvoll, sondern auch bekannt für seine Weinproduktion – hier gedeihen regionale Rebsorten in bester Lage.
Naturliebhaber finden in der Umgebung zudem einen der höchstgelegenen Eichenwälder Europas – ein stiller Geheimtipp für Spaziergänge in unberührter Landschaft.

In Thusis beginnt ein besonders eindrucksvoller Abschnitt Ihrer Reise: die Albulalinie der Rhätischen Bahn. Gemeinsam mit der Berninabahn gehört sie seit 2008 zum UNESCO-Welterbe – als eine der wenigen Bahnstrecken weltweit, die mit diesem Titel ausgezeichnet wurden. Gewürdigt wird damit nicht nur die kühne Ingenieurskunst, sondern auch die spektakuläre Landschaft, durch die sie führt.
Die Albula-/Berninabahn ist berühmt für ihre harmonische Einbettung in die Natur – ein Zusammenspiel von Technik, Topografie und Kultur. Wer die Strecke intensiver erleben möchte, kann ihr auch zu Fuß folgen: Die „Via Albula/Bernina“, ein rund 130 Kilometer langer Weitwanderweg, begleitet die Bahnlinie von Thusis bis Tirano.
Thusis selbst liegt am Nordeingang der beeindruckenden Viamala-Schlucht und bildet das Zentrum der Region Viamala, am Fuß des Piz Beverin. Der Ort ist ein idealer Ausgangspunkt für Ausflüge in die wilde Schluchtenlandschaft.
Gut zu wissen: Bei ausgesuchten Zugprofi-Angeboten ist ein Ausflug zur Viamala-Schlucht kostenlos inbegriffen.

Ab Thusis reisen Sie auf der eindrucksvollen Albulabahn – ein Meisterwerk schweizerischer Ingenieurskunst. Kühn in die Gebirgslandschaft eingefügt, überwindet sie über 1000 Höhenmeter – ganz ohne Zahnräder. Zahlreiche Kunstbauten ermöglichen diese Leistung: darunter der berühmte Solisviadukt, das 65 Meter hohe Landwasserviadukt bei Filisur und die Kehrtunnel zwischen Bergün und Preda.
Auf den 62 Kilometern bis St. Moritz durchquert der Zug 144 Brücken und 42 Tunnel und Galerien – eine Reise durch Technikgeschichte und Naturwunder zugleich.
Zwischen Thusis und Tiefencastel führt die Strecke durch die enge Schinschlucht, gefolgt vom Solisviadukt – mit 89 Metern das höchste Viadukt der Rhätischen Bahn und die erste große Steinbogenbrücke der Schweiz.
Tiefencastel selbst liegt am Zusammenfluss von Albula und Julia und bildet das Tor zum Albulatal. Von hier aus starten zahlreiche Ausflüge in den Parc Ela – den größten Naturpark der Schweiz, bekannt für seine ursprüngliche Landschaft und kulturelle Vielfalt.
Gut zu wissen: Nicht alle Bernina-Express-Züge halten in Tiefencastel – informieren Sie sich vorab über Ihre Verbindung.

Zwischen Tiefencastel und Filisur erwartet Sie eines der spektakulärsten Bauwerke der gesamten Strecke: das 130 Meter lange Landwasserviadukt – das Wahrzeichen der Rhätischen Bahn. In elegantem Schwung führt die Brücke mit 100 Meter Radius direkt in einen Felstunnel und verbindet auf eindrucksvolle Weise Technik mit Landschaft. Kein Wunder, dass sie gemeinsam mit der Albula-/Berninabahn zum UNESCO-Welterbe zählt.
Seit 2025 können Besucher dieses Bauwerk auf ganz neue Weise erleben: In der neu eröffneten Landwasserwelt rund um das Viadukt finden sich zahlreiche Aussichtspunkte, interaktive Erlebnisse und Informationen zu Themen wie Bahn, Kultur, Wald, Landwirtschaft und Wasser. Ein Paradies für Eisenbahnfans, Naturfreunde und Familien gleichermaßen.
Gut zu wissen: Ein Ausflug zur Landwasserwelt ist bei ausgesuchten Zugprofi-Angeboten kostenlos inbegriffen.
Filisur – gelebte Geschichte im Albulatal
Gleich nach dem Landwasserviadukt erreichen Sie das ruhige Dorf Filisur, das mit seinen verwinkelten Gassen, Engadiner Häusern und der reformierten Kirche von 1495 den typischen Charme eines traditionellen Straßendorfs ausstrahlt. Oberhalb des Ortes lädt die Burgruine Greifenstein zu einem kurzen Spaziergang mit Aussicht ins Tal ein.
Von strategischer Bedeutung ist Filisur auch für das Bahnnetz: Hier zweigt die Davoser Linie ab, die Filisur mit Davos und Klosters verbindet – ideal für Ausflüge in die bekannten Kurorte der Region.
Info für Sie: Bei allen Zugprofi-Angeboten in Davos ist ein Ausflug inklusive Bernina Express bereits inklusive.

Bergün, idyllisch im Albulatal gelegen, begeistert mit seinen typischen Engadiner Häusern, die sich harmonisch entlang der Dorfstraße reihen. Das kleine Straßendorf ist fest mit der Geschichte der Rhätischen Bahn verbunden – sowohl architektonisch als auch kulturell.
Ein Muss für Eisenbahnfans und Neugierige gleichermaßen ist das Bahnmuseum Albula, direkt neben dem Bahnhof gelegen. Über 800 Ausstellungsstücke – darunter originale Bahnhofsuhren, historische Pläne, Dokumente und technische Objekte – machen mehr als 100 Jahre Bahngeschichte erlebbar. Besonders beliebt: der Fahrsimulator mit der legendären Krokodil-Lokomotive und die Modellwerkstatt, in der faszinierende Miniaturen entstehen.
Gut zu wissen: Das Museum ist Teil der Landwasserwelt und täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Eintritt: CHF 15.–.
Ein zweites Museum im Ort – das Ortsmuseum mit Modelleisenbahn – gibt Einblicke in die Lebensweise und Traditionen der Region. Highlight ist der maßstabsgetreue Nachbau der Bahnstrecke Bergün–Preda, inklusive Kehrtunnel und Viadukten – eine Hommage an die spektakuläre Albulalinie.

Ab Bergün beginnt einer der faszinierendsten Abschnitte der gesamten Bahnstrecke: Auf nur rund 13 Kilometern überwindet der Bernina Express einen Höhenunterschied von über 400 Metern – ganz ohne Zahnräder. Möglich wird das durch eine kühne Streckenführung mit mehrfach übereinanderliegenden Schleifen, Kehrtunneln und Viadukten, die immer wieder Ausblicke auf das tiefer liegende Bergün eröffnen.
Das Albula-Karussell ist das Herzstück dieser Passage: Drei Spiraltunnel, zwei Kehrtunnel und vier imposante Viadukte verlängern die Strecke nahezu auf das Doppelte und machen den Anstieg zu einem technischen Meisterwerk – und für Fahrgäste zu einem unvergesslichen Erlebnis.
Preda–Spinas: durch den neuen Albulatunnel
In Preda verschwindet der Zug im neuen Albulatunnel – einem der höchstgelegenen Eisenbahntunnel der Schweiz. Die 5860 Meter lange Röhre wurde nach rund zehnjähriger Bauzeit 2024 in Betrieb genommen und verläuft parallel zur historischen Tunnelanlage von 1903, die künftig als Sicherheitstunnel dient. Die beiden Röhren sind über zwölf Querverbindungen miteinander verbunden – ein eindrucksvolles Beispiel moderner Bahnsicherheit im Hochgebirge.
In Spinas, auf 1818 Höhenmetern gelegen, verlässt der Zug den Tunnel. Die dortige Station gilt als höchster Punkt der Albulalinie.
Bever – Tor zum Engadin
Rund 20 Minuten später erreicht der Bernina Express Bever, ein malerisches Engadiner Dorf mit traditionellen, mit Sgraffiti verzierten Häusern und einer naturnahen Umgebung. Von hier aus führen zahlreiche Wanderwege durch die revitalisierte Flusslandschaft des Inns – ideal für alle, die alpine Ruhe und Natur suchen.
Hinweis: Der Bernina Express hält nicht in Preda, Spinas oder Bever. Wer diese Orte entdecken möchte, kann bequem auf die regelmäßig verkehrenden Regionalzüge der Rhätischen Bahn ausweichen.

Bahnhof Samedan
Kurz nach Bever fährt der Bernina Express am Bahnhof Samedan, einem bedeutenden Verkehrsknotenpunkt der Rhätischen Bahn, vorbei. Hier treffen mehrere Linien aufeinander: Die Albulabahn führt weiter nach St. Moritz, während eine andere Verbindung über Pontresina zur Berninabahn und weiter nach Tirano führt. Zudem zweigt in Samedan die Strecke ins Unterengadin ab – in Richtung Zernez und Scuol.
Gut zu wissen: Der von Chur kommende Bernina Express verlässt in Samedan die Albulalinie und folgt der Berninastrecke über Pontresina in Richtung Süden.
Samedan und Muottas Muragl – immer einen Besuch wert
Wenn Sie Ihre Ferien im der Region St. Moritz Engadin verbringen, lohnt es sich, Samedan zu besuchen. Im schönen Planta-Haus, das einst einer der wohlhabendsten Familien der Region gehörte, ist heute ein Museum für die Engadiner Wohnkultur errichtet. Anhand von authentischen Gegenständen, die von den Bewohnern des Hauses genutzt wurden, erleben Sie hier das Leben der Adeligen im Engadin während mehrerer Jahrhunderte. (Betriebszeit Juni bis Oktober donnerstags, samstags und sonntags von 15 bis 18 Uhr, Eintritt: ca. 10 CHF).
In der Nähe lädt auch Muottas Muragl zu Besuch ein. Eine über 100-jährige Standseilbahn fährt Sie hoch auf den gleichnamigen Aussichtsberg – mit einem atemberaubenden Panoramablick auf das Oberengadin und die glitzernde Seenlandschaft rund um St. Moritz.
Hinweis für Sie: Bei vielen Zugprofi-Angeboten profitieren Sie von der kostenlosen Nutzung der Busse, Bahnen und Bergbahnen des Oberengadins und können einen Ausflug nach Samedan und auf den Muottas Muragl kostenlos erleben.

Auf der Albulabahn geht es im Regelzug via Celerina nach St. Moritz.
Tipp für Sie: Stündlich fahren Interregio-Züge der Rhätischen Bahn von Chur nach St. Moritz, wobei Sie ebenfalls die malerische Albulabahn in ihrer Pracht erleben können. Eine Zugverbindung, die gegen Mittag in Chur abfährt, führt einen nostalgischen Gourmino-Wagen mit. Reservieren Sie einen Platz und lassen Sie sich im historischen Ambiente kulinarisch verwöhnen.
St. Moritz – schick, elegant und exklusiv
Der weltberühmte Ferienort ist weit mehr als nur Wintersport und Prominenz. Inmitten der Oberengadiner Seenlandschaft gelegen, bietet St. Moritz eine beeindruckende Mischung aus Natur, Kultur und mondäner Atmosphäre.
Zahlreiche Kunstgalerien und Museen laden zum Entdecken ein. Besonders sehenswert ist das Segantini-Museum mit der weltweit größten Sammlung an Werken des berühmten Alpenmalers Giovanni Segantini (Eintritt 15,- CHF, dienstags bis sonntags von 11 bis 17 Uhr im Zeitraum 20.05. – 20.10. und 10.12.-20.04. geöffnet).
Ein echtes Panorama-Highlight erwartet Sie auf dem Piz Corvatsch (3303 m), den Sie bequem mit der Bergbahn erreichen. Von oben bietet sich ein atemberaubender Blick auf die Engadiner Seen und Gletscherwelt.
Ausflugsziele in der Umgebung
Postautos verbinden St. Moritz mit den umliegenden Dörfern. Empfehlenswert ist ein Besuch in Maloja, einem familienfreundlichen Ort mit künstlerischem Flair, oder im zauberhaften Sils Maria, dem Tor zum Fextal – mit stillen Wegen, dem malerischen Silser See und einer inspirierenden Atmosphäre.
Hinweis für Sie: Wenn Sie mit Zugprofi in St. Moritz übernachten, genießen Sie die Bergbahnen sowie die Postautos und Züge der Region völlig kostenfrei.

Ab St. Moritz beginnt die Fahrt auf der Berninabahn, einer der eindrucksvollsten Bahnstrecken Europas. Sie führt über Pontresina, Ospizio Bernina und Alp Grüm bis nach Tirano in Italien – eine Strecke von rund 60 Kilometern, die ohne Zahnradtechnik allein durch Reibung (Adhäsion) bewältigt wird.
Im Unterschied zur Albulabahn verläuft die Berninalinie weitgehend oberirdisch, mit nur wenigen Tunneln, und bietet dadurch besonders weite Ausblicke. Sie ist die höchste durchgehende Adhäsionsbahn Europas und überwindet auf ihrer Strecke enorme Höhenunterschiede – die maximale Steigung beträgt 7 Prozent.
Ein absoluter Höhepunkt ist die Überquerung des Berninapasses: Am Ospizio Bernina auf 2253 m ü. M. erreicht der Zug seinen höchsten Punkt. Hier oben, mitten in der alpinen Gletscherwelt, verläuft die Trasse oberirdisch – ein weltweit einzigartiges Bahnerlebnis.
In der Sommersaison verkehren zusätzlich drei Panoramazüge des Bernina Express, die in St. Moritz starten und nur auf der Berninabahn unterwegs sind. Bei gutem Wetter werden offene Aussichtswagen mitgeführt – perfekt, um das Hochgebirge hautnah zu erleben.

Pontresina ist der erste planmäßige Halt des Bernina Express auf seiner Fahrt von St. Moritz nach Tirano.
Der idyllische Kurort liegt eingebettet zwischen eindrucksvollen Gipfeln und Gletschern und bezaubert mit seinen typischen Engadiner Häusern, stilvollen Hotels aus der Belle Époque sowie einer unvergleichlichen alpinen Kulisse.
Zu den kulturellen Höhepunkten zählt die alte Begräbniskirche St. Maria mit ihren wertvollen Wandmalereien aus dem 13. und 15. Jahrhundert, darunter ein bemerkenswerter Maria-Magdalena-Zyklus in 18 Bildern. Auch die Ref. Kirche aus dem Jahr 1640 und der markante Burgturm Spaniola aus dem 13. Jahrhundert sind einen Besuch wert.
Im Museum Alpin erfahren Sie Spannendes über die Entwicklung des Alpinismus in der Region – ergänzt durch eine kleine, aber feine Mineraliensammlung.
Für Naturfreunde bietet die Umgebung rund 580 km markierte Wanderwege. Besonders empfehlenswert ist die Steinbock-Promenade oberhalb des Ortes. Mit etwas Glück erleben Sie hier die majestätischen Tiere aus nächster Nähe: Die Region beherbergt mit über 1800 Tieren die größte Steinbockkolonie der Schweiz.

Kurz nach Pontresina erreicht der Bernina Express die Station Morteratsch, benannt nach dem gleichnamigen Gletscher. Mit 7 Kilometern Länge gehört er zu den größten im Berninagebiet. Von der Haltestelle aus führt ein gut ausgeschilderter Wanderweg in rund 50 Minuten direkt zur Gletscherzunge – ein beeindruckendes Naturerlebnis, das die Kraft und Vergänglichkeit alpiner Landschaften sichtbar macht.
Hinweis: Der Bernina Express hält nicht in Morteratsch, doch mit den regelmäßig verkehrenden Regionalzügen ist die Station leicht erreichbar. Zugprofi-Gäste profitieren in der Region von kostenfreien Fahrten auf dieser Strecke.
Montebello-Kurve – Postkartenblick auf das Berninamassiv
Nur wenige Minuten später fährt der Zug durch die berühmte Montebello-Kurve – eine der bekanntesten Fotostellen der gesamten Strecke. Hier öffnet sich der Blick auf die Eismassen von Piz Bernina (4049 m), Piz Palü und den Morteratschgletscher – eine spektakuläre Alpenkulisse, die besonders bei gutem Wetter für unvergessliche Aufnahmen sorgt.
Gut zu wissen: Der Streckenverlauf der Berninabahn wurde so geplant, dass dieser Ausblick möglichst eindrucksvoll zur Geltung kommt.
Bernina Diavolezza – Hochalpine Abenteuerwelt
Die nächste markante Station entlang der Berninabahn ist Bernina Diavolezza. Hier befindet sich die Talstation der Seilbahn zur Diavolezza (2978 m), einem beliebten Ausflugsziel mit grandiosem Blick auf den Pers- und den Morteratschgletscher sowie das gewaltige Berninamassiv.
Hinweis für Sie: Zwischen dem Morteratsch-Gletscher und der Station Bernina Diavolezza fährt der Zug an der Station Bernina Suot (mit den Regelzügen erreichbar) vorbei, wo sich das Hotel Berninahaus befindet. Bei vielen Angeboten von Zugprofi ist das traditionsreiche Haus inklusive Halbpension inbegriffen. Dabei genießen Sie wunderbare Tage inmitten des Wandergebiets des Oberengadins. Mit den gratis Bussen, Bahnen und Bergbahnen der Region ist jedes Ziel perfekt erreichbar.

Auf 2253 Metern über Meer erreicht der Bernina Express bei Ospizio Bernina den höchsten Punkt seiner Fahrt – und zugleich den höchsten Bahnhof Europas, der ohne Zahnradtechnik angefahren wird. Diese spektakuläre Alpenüberquerung macht die Berninabahn zu einer weltweit einzigartigen Strecke.
Der Bahnhof liegt auf einem natürlichen Übergang zwischen dem Engadin und dem Valposchiavo. Hier befindet sich die kontinentale Wasserscheide: Während der Lago Bianco Richtung Norden zur Nordsee entwässert, fließt das Wasser des Lej Nair (Schwarzsee) auf die Südseite in Richtung Adria.
Lago Bianco – weiße Weite in hochalpiner Kulisse
Direkt neben dem Bahnhof Ospizio Bernina erstreckt sich der Lago Bianco (Weißer See), ein künstlich aufgestauter Hochgebirgssee mit milchig-türkisfarbenem Gletscherwasser. Umgeben von den schroffen Gipfeln des Berninamassivs, bietet der See eine fast unwirkliche Kulisse – besonders eindrucksvoll im Frühjahr, wenn sich Schnee und Wasserflächen mischen.
Die Bahn verläuft entlang des Seeufers und gibt immer wieder atemberaubende Ausblicke auf die umliegenden Gletscher und Felsformationen frei. Besonders Fotofreunde kommen auf diesem Abschnitt voll auf ihre Kosten.
Hinweis für Sie: Nur einige Bernina Express halten hier an, doch die Station Ospizio Bernina kann mit den stündlich verkehrenden Regionalzügen von St. Moritz aus erreicht werden. Für Gäste von Zugprofi in der Region sind alle Fahrten bis Alp Grüm inklusive – ideal für einen hochalpinen Ausflug.

Nach Ospizio Bernina beginnt der Zug seine spektakuläre Talfahrt in Richtung Süden.
Nach mehreren Kunsgalerien, die zum Schutz von Lawinen erbaut sind, erreicht die Bahn Alp Grüm, einer der eindrucksvollsten Aussichtspunkte der Berninalinie. Die Station liegt auf 2091 m ü. M. und ist ausschließlich per Zug oder zu Fuß erreichbar – es führen keine Straßen hierher.
Vom Bahnhof eröffnet sich ein grandioser Blick ins Valposchiavo, auf den Palügletscher und den türkisblauen Palüsee. Direkt am Bahnhof befindet sich das traditionsreiche Hotel-Restaurant Alp Grüm mit Panoramaterrasse – ein beliebter Ort für eine kleine Pause.
Wander-Tipp: Von Alp Grüm führen gut ausgeschilderte Wanderwege Richtung Cavaglia oder zurück hinauf zum Lago Palü. Besonders lohnenswert ist der Weg entlang des alten Saumpfads durch die imposante Natur des Valposchiavo.
Hinweis: Die Panoramazüge des Bernina Express halten planmäßig in Alp Grüm – ein kurzer Aufenthalt erlaubt es, Fotos zu machen oder einfach die Aussicht zu genießen.

Nur wenige Minuten nach der Abfahrt in Alp Grüm fährt der Bernina Express an der kleinen Station Cavaglia vorbei. Was diesen Ort so besonders macht, ist der sogenannte Gletschergarten Cavaglia – auch bekannt als der „Garten der Giganten“.
Die bis zu 15 Meter tiefen Gletschermühlen, die durch Wasser und Gestein während der letzten Eiszeit entstanden sind, können bei einer geführten Tour bewundert werden. Der gut ausgebaute Rundweg führt durch das Areal mit über 30 freigelegten Mühlen und eröffnet spannende Einblicke in die Kraft des Wassers und die Geschichte der Alpen.
Gut zu wissen: Der Garten ist von Mai bis Oktober geöffnet (Eintritt frei, Führungen möglich). Vom Bahnhof Cavaglia sind es nur wenige Gehminuten.
Tipp für Sie: Bei vielen Zugprofi-Angeboten besteht die Möglichkeit, einen Bernina-Express-Ausflug mit Besichtigung der Gletschermühlen zu kombinieren.

Nach der spektakulären Abfahrt über Kehrschleifen und Viadukte erreicht der Bernina Express die liebliche Stadt Poschiavo. Das hübsche Städtchen auf rund 1000 m ü. M. versprüht mit seinen Palazzi, engen Gassen und sonnigen Plätzen fast schon italienisches Flair.
Der zentrale Piazza Comunale mit dem barocken Rathaus und den Cafés lädt zum Verweilen ein. Sehenswert sind auch die Kirche San Vittore, das historische Museum Poschiavino und die Kunstgalerie „Casa Console“ mit Werken aus dem 19. Jahrhundert.
Kulinarik-Tipp: Poschiavo ist berühmt für seine regionalen Spezialitäten. Besonders zu empfehlen sind Pizzoccheri, Bündnerfleisch und Hausgemachtes aus Kastanien und Polenta – am besten in einer der traditionellen Osterien.
Info: Wenn Sie mit Zugprofi Ihren Urlaub in Poschiavo verbringen, haben Sie die Möglichkeit, die Region mit den für Sie kostenlosen Bussen und Bahnen zu erkunden.

Bald folgt Le Prese und die Bahn führt durch die Straßen des Ortes – genau wie eine Straßenbahn.
Zwischen Le Prese und dem nachfolgenden Ort Miralago verläuft die Strecke neben der Uferstraße und direkt am tiefblauen Lago di Poschiavo entlang.
Die Bahnlinie und der See liegen hier fast auf gleicher Höhe, sodass sich während der Fahrt traumhafte Ausblicke auf das Wasser und die umliegenden Berge bieten.
Ein schöner Tipp für Aktivurlauber ist der Uferwanderweg, der Le Prese mit Miralago verbindet. Die rund 3 km lange, einfache Strecke führt immer am See entlang und ist in etwa 45 Minuten zu bewältigen. Unterwegs laden Bänke und kleine Picknickplätze zum Verweilen ein.

Kurz vor der italienischen Grenze passiert der Bernina Express eines der bekanntesten Bauwerke der Rhätischen Bahn und Wahrzeichen der Berninabahn – das Kreisviadukt von Brusio.
Das neunbogige Viadukt, vollständig aus Naturstein gebaut, wurde 1908 eröffnet und ist eine technische Meisterleistung: Es überwindet auf nur 110 Metern Durchmesser einen Höhenunterschied von 20 Metern – und das auf spektakuläre Weise in einer vollständigen Kreisfahrt im Freien.
Der Grund für diese Bauweise: Die Berninabahn musste auf engem Raum enorme Höhenunterschiede meistern, ohne die maximale Steigung von 7 % zu überschreiten.
Heute ist das Viadukt nicht nur ein technisches Denkmal, sondern auch ein beliebtes Fotomotiv – besonders, wenn ein roter Panoramazug darüber fährt.

Nach rund vier Stunden Fahrt von St. Moritz erreicht der Bernina Express Tirano in Italien.
Der Ort liegt eingebettet zwischen Weinbergen und den Ausläufern der italienischen Alpen und bietet ein mediterranes Flair, das den perfekten Kontrast zur hochalpinen Landschaft der Berninabahn darstellt.
Kurz vor dem Endbahnhof erblicken Sie die imposante Wallfahrtskirche Madonna di Tirano aus dem 16. Jahrhundert – eines der bedeutendsten religiösen Bauwerke der Region, bekannt für ihre reich verzierte Renaissance-Fassade und kunstvolle Innenausstattung.
Tirano eignet sich hervorragend für einen kleinen Bummel: enge Gassen, kleine Cafés, gemütliche Restaurants und italienische Spezialitätenläden laden zum Verweilen ein. Wer Zeit hat, sollte unbedingt die regionale Küche probieren – etwa Pizzoccheri, eine Spezialität aus Buchweizennudeln, Kartoffeln, Kohl und viel Käse.
Von Tirano aus bestehen Anschlussmöglichkeiten mit der italienischen Bahn Richtung Mailand sowie Busverbindungen in das Veltlin.
Unser Tipp: Bei ausgesuchten Angeboten von Zugprofi ist eine Weiterreise dem Bernina Express Bus nach Lugano inbegriffen, sodass Sie die atemberaubende Strecke bis nach Tessin erleben können.


