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Jungfrauregion Jungfraujoch
Jungfraujoch (Quelle Pixabay)

„Top of Europe“

Die Geschichte

Als am 27. Juni 1896 der erste Spatenstich zum Beginn der Jungfraubahn gesetzt wurde, begann eine Geschichte voller Heroismus und Leidenschaft, voller Knochenarbeit unter widrigsten Bedingungen – die Geschichte eines Siegeszugs, der bis heute nicht nur unzählige Menschen fasziniert, sondern auch in den Genuss hat kommen lassen, Europas höchsten Gipfel zu „erklimmen“.

Der Entwurf für die Strecke stammte vom Schweizer Unternehmer Adolf Guyer-Zeller, dem die Idee zum Bau der Jungfraubahn bei einem Sonntagsspaziergang oberhalb von Mürren kam. Als die zumeist italienischen Arbeiter mit dem Bau der Strecke Kleine Scheidegg – Eigergletscher begannen, verfügten sie über keinerlei Maschinen, mit dem sie den Fels hätten bearbeiten können – alles, was sie hatten, waren Schaufel, Pickel und ihre Muskelkraft.

Als schließlich von der Station Eigergletscher aus der Tunnelbau durch Eiger und Mönch begann, wurde dort eine Kolonie eingerichtet – mit großem Stationsgebäude mit Restaurant, mit Wintervorräten für bis zu acht Monate, vier großen Wohnhäusern und zahlreichen Werkstätten.

Station Eismeer-Ausbruch 1903
Station Eismeer-Ausbruch 1903 © Jungfraubahnen 2019

Ein Triumph der Ingenieurskunst

Nach nur knapp einem Jahr Bauzeit wurde die erste Tunnelstation in Betrieb genommen, der “Rotstock”. Ein künstlich angelegter Felspfad lud Reisende ein, den Rotstock zu besteigen und von hier aus einen wundervollen Fernblick über das Lauberhorn hinweg bis zum Jura zu genießen.

1903 wurde die Station Eigerwand eingeweiht, zwei Jahre später die Station Eismeer. Sie diente seit 1905 als vorläufige Endstation und wurde auch entsprechend bewirtschaftet.

Danach sollte es noch einmal sieben Jahre dauern, bis endlich der Durchbruch gelang: Am 21.2.1912 war das Jungfraujoch durchschlagen – ein Triumph der Ingenieurskunst, aber auch der menschlichen Arbeitsleistung und des Durchhaltevermögens.

Festlich geschmückt, fuhr fünf Monate später der erste Zug mit geladenen Gästen die 9,3 km lange Strecke – unter dem Jubel der Weltöffentlichkeit.

Jungfraujoch Alpine Glow
Jungfraujoch Alpine Glow mit Touristen © Jungfraubahnen 2019

Bis heute bringt die Jungfraubahn jedes Jahr Millionen Touristen auf das Dach Europas.

Wer es gemächlich und entspannt mag, der gelangt von Interlaken Ost aus mit der Berner-Oberland-Bahn nach Lauterbrunnen oder Grindelwald und steigt dort in die Niederflur-Panoramawagen der Wengernalpbahn ein.

Die Wengernalpbahn ist mit einer Strecke von 19114 Metern die längste durchgehende Zahnradbahn der Welt – und sie verbindet Lauterbrunnen, Grindelwald und Wengen mit der Kleinen Scheidegg. Von hier aus geht es weiter mit der altbewährten Jungfraubahn zum Top of Europe.

Wer Lust auf eine moderne 3S-Bahn und Schnelligkeit hat, der steigt im neuen Grindelwald-Terminal in die modernen Gondeln des Eiger Express ein und ist in nur 45 Minuten auf dem Jungfraujoch. In einer Viertelstunde, während der Sie an der legendären Eiger-Nordwand entlanggleiten und atemberaubende Aussichten genießen, gelangen Sie zur Station Eigergletscher, von wo aus Sie dann die Jungfraubahn nehmen, mit der Sie Eiger und Mönch durchqueren.

Oben angekommen, werden Sie erst einmal überwältigt sein vom unvergleichlichen Ausblick, der sich Ihnen bietet: eine einzigartige Wunderwelt aus Fels, Eis und Schnee auf 3454 Metern.

Jungfraujoch
Jungfraujoch (© Jungfrau Region Tourismus AG)

Atemberaubende Ausblicke

Im futuristisch anmutenden Gebäude, das auf einer Felskuppe auf dem Jungfraujoch erbaut wurde – der „Sphinx“ – ist das Observatorium einer internationalen Forschungsstation untergebracht, das für die Öffentlichkeit nicht zugänglich ist.

Für Besucher geöffnet ist hingegen die Aussichtsterrasse der Sphinx auf 3571 Metern: Ein ultraschneller Lift bringt Sie in kürzester Zeit nach oben – und das Panorama, das Sie hier erwartet, ist wahrlich atemberaubend: verschneite Gipfel, soweit das Auge reicht, dazwischen ein paar luftig-leichte, wabernde Wolken, je nach Sonnenstand und Jahreszeit spektakuläre Lichtspiele und immer das unbeschreibliche Gefühl, dem Himmel ganz nah zu sein. Unter anderem können Sie den Großen Aletschgletscher, den mit 22 km längsten Gletscher der Alpen, in seiner vollen Schönheit bewundern.

Einen ebenfalls grandiosen Ausblick auf nicht nur den Aletschgletscher, sondern bis in den Schwarzwald und die Vogesen haben Sie vom Gletscherplateau aus, einer Aussichtsplattform, die Sie in einem rund 10-minütigen Spaziergang vom Bahnhof Jungfraujoch aus erreichen.

Eispalast Jungfraujoch Top of Europe
Eispalast „Top of Europe“ © Jungfraubahnen 2019

Keinesfalls verpassen dürfen Sie den Eispalast – den höchsten Eispalast der Welt, der direkt in den Aletschgletscher gemeißelt ist. Enge Schneetunnel, dick verschneite Wege, kalte Luft und überall die schönsten Eisskulpturen: Tauchen Sie ein in eine surreale Welt aus gefrorenen, transparenten Kunstwerken.

Der Eispalast liegt 30 Meter unterhalb des Aletschgletschers. Da das Eis sich langsam, aber stetig bewegt, ist es erforderlich, dass der Eiskünstler die Figuren jedes Jahr erneuert oder verändert.

Unsere Empfehlung für Sie: Wenn Sie 3 oder mehr Tage in der Jungfrau Region verbringen, empfehlen wir Ihnen den Kauf eines Jungfrau Travel Passes in Betracht zu ziehen. Damit nutzen Sie eine Vielzahl von Zügen und Bergbahnen in der Jungfrau-Region kostenlos oder deutlich günstiger. Bei Interesse sprechen Sie uns einfach an. Damit nutzen Sie eine Vielzahl von Zügen und Bergbahnen in der Jungfrau-Region kostenlos oder deutlich günstiger. Bei Interesse sprechen Sie uns einfach an. 

Und noch ein Tipp: Bei ausgewählten Angeboten von Zugprofi ist ein Ausflug nach Interlaken, dem Ausgangspunkt zum Jungfraujoch, kostenlos inbegriffen. Mit Ihrem Ausflugsticket genießen Sie dabei auch eine tolle Ermäßigung von 25 % für die Fahrt von Interlaken Ost zum Jungfraujoch.

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